Was verstehen wir unter Schmerzmanagement?
Schmerzmanagement kann man verstehen als eine mehrdimensionale Strategie für Körper und Geist . Der Hintergrund ist das Bio-Psycho-Soziale Modell für Akut- und Chronischen Schmerz.
Ziel ist das Zurückgewinnen der Lebensqualität und Funktionalität.
Für welche Patienten?
In der Hauptsache sind das akute und chronische Probleme des Haltungs- und Bewegungsapparates, wie Rücken -, Nacken - und Kopfschmerz , sowie Migräne und Tinnitus.
Wie geht das?
Eine mehrdimensionelle Befundaufnahme dient als Basis für die Einschätzung des Alterungsprozesses, der Schonhaltung und der krankheitsbedingten Änderungen.
Diese Änderungen stören die Bewegungsbalance im Körper, bedingt durch unbewusste Körper - und Gehirnreaktionen.
Um diese Balance zu restaurieren, benötigen wir meist aktive Techniken und begrenzt passive Techniken.
Über das Körperbewusstsein und das Erlernen dynamischer Bewegungen wird das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist aktiviert und hergestellt.
Das Erlernen dieser Körperwahrnehmung gestaltet sich schwierig, dennoch ist sie nötig, da diese Balance die Sensibilität des Nervensystems reguliert und damit das Schmerzniveau verringert.
Information und Kommunikation sind wichtige therapeutische Mittel, um den Patienten aus seiner Sackkasse zu führen.
Der passive Teil und Restrictie - Muster
Unsere Praxis arbeitet als passive Intervention mit dem Restrictie - Muster.
Dieses Muster ist das Resultat des negativen funktionellen Kreislaufes des Körpers -
hervorgerufen durch das Ungleichgewicht des Nervensystems und der Gehirnverarbeitung.
Dieses Muster kann durch Manuelle Techniken abgebaut werden.
Später wird durch eine qualitativ hochwertige Bewegungsinstruktion die neurologische Steuerung aus dem Gehirn umgepolt in eine dynamische Bewegungsstabilität.
Die Entdeckung dieses Musters ist das Resultat jahrelanger Behandlungserfahrung des Therapeuten Jos Gielen in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten Brüssel und Sydney.
Mit dem Restrictie - Muster als festem Rahmen ist eine zielgerichtete individuelle Behandlung effektiver.
Das aktive Teil
Der aktive Aufbau basiert auf dynamischer Stabilität und Körperkontrolle -
das Umprogrammieren der Kompressionskomponente in eine Extensionskomponente.
Basis ist das Gehmuster und der Ausgleich der Schwerkraft.
Hier liegt der Schlüssel für die Besserung.
Wie lange dauert das?
Wir suchen für jeden Patienten einen auf ihn abgestimmten Weg,
der ihn zur Eigentherapie bringen soll. Er ist selbst für sich verantwortlich
nicht in Schonhaltung und Passivität zu verfallen und zu verzweifeln
in der Wahl zwischen gut und schlecht.
Wir möchten ihm einen klaren Weg zeigen, der nicht unbedingt das Ziel hat,
eine 100%ige Schmerzfreiheit zu erlangen, es aber einen Weg
der deutlichen Verbesserung der Funktionalität und Lebensqualität gibt.
Selbst entscheiden, wo es lang geht mit dem Schmerz.
Den eigenen Körper und seinen Schmerz verstehen.
Von der Basisproblematik ausgehend sind im Schnitt 12 Behandlungen notwendig,
um eine Desensibilsierung des Nerven – und Bewegungssystems zu erreichen.
Das optimale Belastungsniveau wird meist zwischen 9 und 24 Monaten erreicht.
Welche Resultate erwarten wir?
Einen „Zauberstab“ gibt es leider nicht, dafür ist Schmerz zu komplex.
Die optimale Lebensqualität zu erreichen, steht für jeden einzelnen
Patienten im Mittelpunkt.
Verstehen, wie der eigene Körper reagiert und funktioniert ist Schritt eins.
GEDULDIGund bewusst sein Bewegungssystem ändern und aufbauen, seine Arbeitsbelastung und Freizeit kritisch analysieren und einschätzen auf der Belastungsebene.
Schlüsseln an seinen Gewohnheiten.
Ja - dann sind schon einige Hürden genommen und eine deutliche Verbesserung
der Problematik erreicht.
Ein neues Bewegungsprogramm in Gehirn zu entwickeln,
verlangt Zeit und Selbstdisziplin. Normalisierung der Verarbeitung im Gehirn auch.
Weg von der Körperkompression . Platz für Dynamik und Balance.
Für diese schwierige Patientengruppe haben wir als Ziel:
- -eine angenehme Nachtruhe
- -60%ige Reduktion des Schmerzniveaus
- -normale Funktionalität